La Digue S.8

David, so sein Name, zeigte mir dann zu meinem Erstaunen gleich schräg über die kleine Straße am Waldrand ein kleines, unscheinbares Bäumchen, an welchem nur eine einzige, große und stachelige Frucht hing: eine Corossol! Er erntete sie für mich unter Zuhilfenahme einer langen Stange mit großer Schere am oberen Ende. (Diese Schere funktioniert über eine “Schnur-Fernbedienung”.) Dann hat er mir aus seinem Garten ein großes Bündel (auch „Hand“ genannt) noch grüner Babybananen abgeschnitten, zum Mitnehmen auf die weite Reise nach Deutschland. Dazu zwei riesige Avocados, etliche Golden Apples sowie äußerlich grüne Mandarinen, die aber trotzdem schon reif und süß waren. Was für ein Überfluß! Den hätte ich schon auf Mahé gebrauchen können, wo man sich jedes Banänchen teuer kaufen mußte - vegetarische Versorgungswüste im Garten Eden!

Corossol-Frucht - Stachelannone

Blick auf die frische Ernte in meinem Fahrradkorb: links in der Tüte die gelb-bräunlichen Früchte sind Golden Apples, das grüne in der Tüte Mandarinen, ganz rechts im Korb die Corossol, im Vordergrund Brotfrüchte. Darauf kann man deutlich die weißen Streifen erkennen, die von der extrem klebrigen Milch im Inneren stammen.

Weiterfahrt zur Grand Anse wie am Vortag. Den einzigen Schatten spendeten ein Baum in der Mitte des Strandes und linkerhand eine große Felsengruppe. Die Mittagshitze wartete ich deshalb auf halber Höhe zwischen diesen Felsen ab, wo ich gemütlich einen ganzen Berg an Golden Apples verspeiste. Es war der erste und einzige Tag im gesamten Urlaub, an dem ich wirklich relaxen konnte. Habe einfach nur den herrlichen Strand genossen und dem Tosen der mächtigen Wellen gelauscht. Und immer wieder zwischendurch Wellenreiten.

Auf dem Rückweg gegen 18.00 Uhr kam ich wieder an Davids Rohbau vorbei und legte meine Früchte, die ich in der Zwischenzeit bei ihm deponiert hatte, in den Basket (Fahrradkorb). Nach herzlicher Verabschiedung schwang ich mich etwas traurig auf’s Rad (vergeblich versuchte ich immer wieder zu verdrängen, dass mir nur noch ein Tag auf den Seychellen blieb). Am Abzweig zum Bellevue konnte ich nicht umhin, ein letztes Mal zum Abschied (Schnief :-( mit dem kiloschweren Obst-Zusatzballast den Berg zum (Beinahe)-Sunset zu erklimmen um die unvergessliche Abendstimmung über dem Meer in mich aufzunehmen. (s. f. Foto)

Blick von der Straße unterhalb des Bellevue (La Digue) auf die Nachbarinsel Praslin, kurz vor Sonnenuntergang

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