Praslin S.2

Anse Lazio soll weltweit einer der schönsten Strände sein. Deshalb tummelten sich dort auch mehr Touristen als an jedem anderen Strand der Seychellen. Trotzdem gibt es keine aufgereihten Liegestühle, keine Hotels und keine Sonnenschirme. Der Strand an der halbrunden Bucht ist breit und weiß, mit reichlich schattenspendenden Bäumen. Eine riesige Luxusyacht lag vor Anker. Mein Eindruck war, dass es dort eher um Sehen und Gesehen werden ging. Reiche Playboys luden ihre goldbehängten Modells zum Champagner am Strand, die neuesten und teuersten Drohnenmodelle kreisten über ihren Köpfen. Zum Vergleich: Vom Gesamteindruck her fand ich z.B. Phi Phi Island in Thailand (allerdings schon 1998), Mirissa in Sri Lanka (2015) oder Grand Anse auf La Digue noch schöner.

Praslin - Anse Lazio

Anse Lazio, Blick nach Osten

Praslin - Anse Lazio

Anse Lazio, Blick nach Westen

Praslin - Anse Lazio

Daß Licht und Schatten dicht beieinander liegen, zeigt gerade auch dieser schöne Ort. Es lässt wahrscheinlich kaum einen Besucher Praslins völlig kalt, dass es ausgerechnet hier im August 2011 eine tödliche Bullenhai-Attacke gab. Trotzdem habe ich an beiden Enden der Anse Lazio ausgiebig geschnorchelt, immer entlang der Küstenfelsen, aber dennoch mit einem faszinierend-leicht schaurigen Gefühl in der Brust. Zuerst begegneten mir drei mittelgroße Riesen-Drückerfische, dann erneut eine kleine rosa Babymuräne mit winzigen schwarzen Augen, schöne Korallen in allen Farben, aber trotzdem viel kleiner als im Roten Meer. Die Sicht betrug ca. zehn Meter. Und wieder sah ich einen mächtigen Silberfischschwarm, diesmal direkt neben einem gelben Schwarm. Das Highlight war ein ca. 80cm langer, leopardartig gezeichneter (weiß bräunlicher), dicker Fisch, dem ich zehn Minuten immer entlang der Küste folgte (es war aber definitiv kein Kofferfisch, da er nicht so große Augen und auch nicht so einen breiten Rumpf hatte). Außerdem gab es Blaustreifendoktorfische, Blauflossenmakrelen, versch. Arten an Kaiser- und Falterfischen, die häufigen und wunderschönen Weißkehldoktorfische, die Orient-Süßlippe, Krokodil-Hornhechte, Halfterfische (auch Wimpelfische genannt) und viele einen Meter lange Flötenfische, auch einige ca. einen Meter lange Barracudas tummelten sich in der Nähe der Felsen. Schon allein aufgrund der großen bunten Vielfalt an Fischen hat sich das Schnorchelerlebnis auf jeden Fall gelohnt.

Über mich und meine Reisen

Verzeichnis

Gästebuch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2635